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Studiendesign

Studienregion

Die "Study of Health in Pomerania" (SHIP) ist eine bevölkerungsbezogene, epidemiologische Studie in der Region Vorpommern im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.


Quer- und Längsschnittdesign

SHIP-0: SHIP wurde zunächst als Querschnittsstudie geplant und die Untersuchungen an Probanden wurden vom 16.10.1997 bis 19.05.2001 in Stralsund und Greifswald durchgeführt (SHIP-0).
SHIP-1: Am 23.10.2002 begann das erste 5-Jahres-Follow-up (SHIP-1). Die Probanden aus SHIP-0 wurden erneut eingeladen und in Greifswald untersucht. Die Datenerhebung wird voraussichtlich im Sommer 2006 abgeschlossen sein.
SHIP-2: Ab 25. Juni 2008 wird ein 12-Jahres-Follow-up der populationsbasierten Study of Health in Pomerania (SHIP-2) durchgeführt. Das Projekt verfolgt das zentrale Ziel, die intra-individuelle Progression subklinischer Befunde, deren Determinanten und prognostische Bedeutung zu untersuchen.
SHIP-Trend-0: Parallel zu SHIP-2 wurde eine neue Stichprobe von 8016 Probanden der Region Vorpommern gezogen, die mit einem ähnlichen Untersuchungsprogramm wie SHIP-2 ab September 2008 untersucht wird.

Stichprobenziehung SHIP-0

Zur Gewinnung der repräsentativen SHIP-0 Zufallstichprobe von 20 bis 79-jährigen Frauen und Männern diente ein zweistufiges Stichprobenverfahren:

Region: Die Studienregion wurde in drei Regionen (Stralsund + ehemaliger Landkreis, Greifswald + ehemaliger Landkreis, Anklam + ehemaliger Landkreis) gegliedert.
Cluster: Im ersten Ziehungsschritt erfolgte innerhalb dieser drei Regionen auf der Ebene der Orte eine Clusterung. Orte mit über 1500 Einwohnern wurden mit Wahrscheinlichkeit 1 für den nächsten Auswahlschritt ausgewählt. Aus den kleineren Gemeinden jeder Region wurde mit Hilfe einer einfachen Zufallsziehung eine Teilmenge für den nächsten Auswahlschritt ermittelt ("Primary sampling units" (PSUs)).
Schicht: Im zweiten Ziehungsschritt wurde die Bevölkerung der ausgewählten Orte auf 24 Alters- und Geschlechtschichten aufgeteilt, aus denen, proportional zur Bevölkerungszahl in den größeren Orten und repräsentativ für die restlichen Orte in den kleineren Gemeinden, Probanden ausgewählt wurden.

Weiterführende Literatur

John, U., et al. Study of Health In Pomerania (SHIP): a health examination survey in an east German region: objectives and design. Sozial- und Präventivmedizin 46: 186-94, 2001. (Geht ausführlich auf Studienregion, Studienpopulation und Studiendesign von SHIP-0 ein.)

Datenqualität

Response

SHIP-0 wurde mit einer Teilnahmerate von 68,8% abgeschlossen.

DSMC - Externe Begutachtung

Die Studie wird nach guter epidemiologischer Praxis (GEP der DAE) seit ihrer Planung von einem externen Gutachtergremium (genannt Data Safety and Monitoring Committee - DSMC) begleitet. In halbjährlichen Abständen wird dem DSMC ausführlich Bericht erstattet und auf DSMC-Konferenzen anschließend der aktuelle Stand der Studie diskutiert.

Mitglieder des DSMC für SHIP-1 waren bis 2006:
  • Prof. Dr. Christof Dörfer (Universität Schleswig Holstein, Campus Kiel)
  • Prof. em. Dr. Eberhard Greiser (Epi.Consult GmbH Bremen)
  • Prof. Dr. Johannes Haerting (Universität Halle)
  • PD Dr. Ursula Härtel (LMU München)
  • Prof. Dr. Hans-Werner Hense (Universität Münster)

Ab 2007 wurde das DSMC für SHIP-2 und SHIP-Trend neu berufen und besteht aus folgenden Mitgliedern:
  • Prof. Dr. Johannes Haerting (IMIBE, Uni Halle) - DSMC-Sprecher
  • Prof. Dr. Arne-Jörn Lemke (Berlin, Charité - Campus Virchow-Klinikum)
  • Prof. Dr. Holger Schünemann (University at Buffalo, McMaster University, USA)
  • Dr. Christine Meisinger (Helmholtz München)
  • Michael Thamm (RKI, Berlin, KiGGS)
  • PD Dr. Siegfried Gabler (ZUMA/GESIS, Mannheim)
  • Prof. Dr. Torsten Schäfer (Lübeck)

Zertifizierungen

Alle an der Studie teilnehmenden Interviewer und Untersucher werden vor der Aufnahme Ihrer Tätigkeit und laufend in ca. halbjährlichen Abständen zertifiziert. Die Zertifizierungen werden an freiwilligen Teilnehmern durchgeführt. Es werden Intra- und Inter-Observervariabilitäten abgeschätzt. Ziel ist es, die subjektive Komponente in den Untersuchungen möglichst klein zu halten. Werden vorgegebene Qualitätskriterien durch die Untersucher nicht erreicht, erfolgt ein gezieltes Training (sogenannte Kalibrierung) und im Anschluss daran eine erneute Zertifizierung.

Datensicherheit und -schutz

Die Festlegungen des Datenschutzkonzeptes regeln die Verhinderung des unbefugten und unsachgemäßen Zugriffs Dritter auf die Personen- und Ergebnisdaten der SHIP. Die höchste Priorität hat die Verhinderung der Zusammenführung von Personen- und Befunddaten, die durch räumlich und personell getrennte Verwaltung der Daten gesichert ist.

Finanzierung

Folgende Förderer sind bzw. waren an SHIP beteiligt:
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (SHIP-0/1/2)
    Förderzeitraum: 01.01.1997 - 30.06.2007
    Förderzeitraum: 01.07.2007 - 30.06.2012
  • Kultusministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern (SHIP-0/1)
  • Sozialministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern (SHIP-0)
  • Klinikum der Hansestadt Stralsund (SHIP-0)
  • Industriepartner
Folgende Förderer sind an SHIP-Trend beteiligt:
  • Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
  • Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) 
  • Industriepartner
Darüber hinaus werden assoziierte Projekte mit weiteren öffentlichen und Industriedrittmitteln gefördert.