Wahlfach Laboratoriumsmedizin

In dem Wahlfach Laboratoriumsmedizin werden zwei unterschiedliche Schwerpunkte im Vordergrund stehen:

1. Vor Verwendung einer Methode in der Patientenversorgung müssen diese Methoden auf ihre spezifischen Eigenschaften validiert werden. Dazu müssen folgende Aspekte überprüft werden:

  • die Empfindlichkeit der Verfahren (Nachweisgrenze)
  • die Messschwankungen (Impräzision)
  • die Messabweichung der Methoden (Richtigkeit)
  • Rückführbarkeit der Kalibrationen auf internationale Standards (Traceability)
  • mögliche Störungen der Methode (Interferenzen)
  • sowie weitere spezifische Aspekte

Bei diesen Aufgabenstellungen werden sich die Studierenden mit spezifischen Geräten und Testverfahren vertraut machen, um diese Messungen durchzuführen und anschließend auszuwerten. Natürlich werden wir dabei die Studierenden in allen Schritten begleiten und anlernen.

2. Neben den technischen Kriterien einer Methode müssen die Verwendungszwecke für Methoden bekannt sein. Bei diesen Aufgabenstellungen werden die Studierenden anhand von Literaturstudien die Informationen zusammenstellen und bewerten. Dazu sind zwei unterschiedliche Vorgehensweisen geeignet: 

Zum einen sollen für bestimmte Analyte Indikationsstellungen erarbeitet werden und besonders auch die Grenzen der Verfahren aufgezeigt werden. 

Zum anderen sollen bestimmte Krankheitsbilder als Ausgangspunkt dienen (z.B. wie diagnostiziere ich einen Myokardinfarkt?), bei dem der Stellenwert der unterschiedlichsten diagnostischen Verfahren wie EKG, Echokardiografie, usw. im Zusammenspiel mit der Laboratoriumsmedizin dargestellt und bewertet werden sollen. Dabei ist es grundsätzlich sinnvoll, die betroffenen klinisch tätigen Kollegen in diese Fragestellung gleich zu Beginn mit einzubinden.