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Blut - ein wichtiges
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Voraussetzungen

Blutspenden kann in der Regel jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 68 Jahren.
Erstspender sollten nicht älter als 59 Jahre sein, jeder Spender muss mindestens 50kg wiegen.
Bei der Anmeldung werden vor jeder Spende Ihre Personalien überprüft, deshalb bitte den Personalausweis oder die Fahrerlaubnis mitbringen.
Bringen Sie, wenn vorhanden, auch den Blutspendepass, Impfausweis oder Arztbriefe und die Lesebrille mit.
Für Plasmaspenden gelten die selben Regeln.
Bitte essen und trinken Sie ausreichend  vor jeder Blut- und Plasmaspende.

Wartefristen
  • zwischen zwei Blutspenden
    - mind. 10 Wochen für Männer
    - mind. 13 Wochen für Frauen
  • zwischen zwei Plasmaspenden
    - 1 Woche für Männer und Frauen
     
  • zwischen Plasma- und Vollblutspende
    - 1 Woche für Männer und Frauen
     
  • zwischen Vollblut- und Plasmaspende
    - mind. 3-4 Wochen für Männer und Frauen


Ausschlussgründe – Wann sollte man nicht Blut oder Plasma spenden?

Medikamenteneinnahme

  • Einnahme von Schmerzmedikamenten in den letzten 8 Stunden
  • Einnahme (auch Auftragen auf die Haut) von Antibiotika bzw. Antimykotika („Pilzmitteln“) in den letzten 4 Wochen
  • Folgende Medikamente können Sie bedenkenlos vor der Blutspende einnehmen:
    • Blutdruckmedikamente
    • Vitamin- und Mineralpräparate
    • Antibabypille
    • Wechseljahrshormone
    • Schilddrüsenhormone

Bei Einnahme von anderen Medikamenten halten Sie bitte vorher Rücksprache mit unserer Abteilung (siehe Kontakt). Geben Sie bitte alle eingenommenen Medikamente (auch Salben) sorgfältig auf dem Anamnesebogen an!

Besonderheiten zur Medikamenteneinnahme bei der Plasmaspende

  • Mindestens 3 Stunden Abstand zwischen der Einnahme einer Minipille und der Plasmaspende, da sonst die kontrazeptive Wirkung beeinträchtigt sein kann und möglicherweise kein Schutz vor einer Schwangerschaft besteht.

Impfungen

  • Keine Wartezeit nach folgenden Impfungen erforderlich:
    Tetanus, Diphtherie, Polio, FSME, Hepatitis A, Grippeschutz
  • 1 Woche Wartezeit nach einer Hepatitis B-Impfung
  • 4 Wochen Wartezeit nach: Masern, Mumps, Röteln, Typhus, Gelbfieber

 Andere, häufige Rückstellgründe

  • Sie sollten keine kranken Zähne haben
  • 4 Wochen nach fieberhaften Infekten, Durchfallerkrankungen oder Zeckenbiss.
  • Nach kleineren operativen Eingriffen (z.B. kosmetische Leberfleckentfernung), Schnitt- und Brandverletzungen oder Zahnextraktion eine Woche nach Abheilung
  • 4 Monate Spendepause nach:
    • Operationen
    • endoskopischen Eingriffen
    • Gelenkspiegelung
    • Tattoo, Piercing, Nadelstichverletzung
    • Bluttransfusion
  • 4 Monate nach Risikosituationen für HIV, Hepatitis B und C
  • 6 Monate nach Reisen in Malariagebiete (entfällt bei der Plasmaspende)
  • 6 Monate nach einer Schwangerschaft und während der Stillzeit

Spenden Sie z. B. Plasma mit Termin, dann teilen Sie uns rechtzeitig telefonisch mit, wenn ein Rückstellungsgrund eingetreten ist.


Risiken und Nebenwirkungen der Blut- oder Plasmaspende

Trotz größter Sorgfalt können bei der Blut- oder Plasmaspende gewisse Nebenwirkungen auftreten.

Für den Spender:

  • Kreislaufprobleme (vor allem bei zu geringer Flüssigkeitsaufnahme vor der Spende) von leichtem Schwindelgefühl bis zu Bewusstlosigkeit (deshalb sollten Sie während der Spende keinen Kaugummi o. ä. im Mund behalten)
  • Übelkeit (sehr selten auch Erbrechen)
  • Schmerzen und Hämatome an der Punktionsstelle
  • Überaus selten kann es zu Schädigung von Hautnerven an der Einstichstelle kommen
  • Bei der Blut- und Plasmaspende wird grundsätzlich nur Einwegmaterial verwendet, daher ist die Übertragung von Infektionskrankheiten auf den Blutspender ausgeschlossen.
  • Bei der Plasmaspende wird dem Blut ein gerinnungshemmendes Mittel zugesetzt, dass im Körper sehr schnell abgebaut wird. Es besteht keine Gefahr einer erhöhten Blutungsneigung.
    Gegen ein eventuell auftretendes Kribbeln hilft eine Kalzium-Brausetablette, die unsere Spendeschwestern gerne für Sie bereithalten.

Für den Empfänger von Blutprodukten (Patienten):

Um die Risiken für den Empfänger von Blutprodukten so gering wie möglich zu halten, untersuchen wir Ihr Blut bei jeder Spende auf Marker für Infektionen mit Hepatitis B, C und HIV und Syphilis. Da sich diese Infektionen nach einer Ansteckung noch nicht sofort nachweisen lassen, darf niemand Blut spenden, der zu einer der nachfolgenden Gruppen gehört oder in den letzten 4 Monaten engen Kontakt zu solchen Personen hatte:

  • Homo- und bisexuelle Männer, Prostituierte (Männer und Frauen)
  • Drogenabhängige, Häftlinge bis 4 Monate nach Haftentlassung
  • Personen, die sich in Ländern mit erhöhtem Vorkommen an HIV-, Hepatitis-B oder -C-Infektionen längere Zeit aufgehalten haben
  • Personen mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern

Wenn ein Spender zu einer der oben genannten Risikogruppen gehört und vor der Spende dazu keine Informationen gegeben hat, besteht unmittelbar nach der Spende noch eine letzte Möglichkeit, uns diese wichtige Information vertraulich mitzuteilen.
Sie erhalten bei jeder Spende einen vertraulichen Spenderselbstauschlussbogen, auf dem Sie das grüne Kästchen ankreuzen (das bedeutet, dass Sie keiner Risikogruppe angehören und Ihr Blut für Patienten verwendet werden kann) oder das rote Kästchen ankreuzen (das bedeutet, dass Sie uns auf diesem Wege mitteilen, dass Sie einer Risikogruppe angehören und wir Ihr Blut nicht für Patienten verwenden dürfen).
Wenn Sie Fragen zu diesem Spenderselbstauschlussbogen haben (auch nach der Blutspende), wenden Sie sich bitte an unsere Ärzte oder Krankenschwestern.