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Häufig gestellte Fragen zur Blutspende



Wir können hier leider nicht alle Fragen mit Antworten aufführen. Haben Sie noch weitere Fragen, so nehmen Sie doch bitte telefonisch oder per E-Mail mit unseren Spendeärzten Kontakt auf.
Während der Spendezeiten sind wir unter der Telefonnummer: 0 38 34 / 86 – 54 78 erreichbar.
E-Mail: kontakttransmed@uni-greifswald.de

Wie viel Blut hat ein Mensch?

Ein durchschnittlich schwerer, gesunder Mensch hat ein Blutvolumen von etwa 8% seines Körpergewichtes (bei 70 kg ca. 5 - 6 Liter Blut). Zu etwa 55 % besteht das Blut aus Blutplasma (Blutflüssigkeit).

Wie viel Blut wird bei einer Blutspende entnommen?

Bei jeder Vollblutspende werden 500ml Blut entnommen. Zusätzlich werden kleine Röhrchen für die Laboruntersuchungen gefüllt.

Wie viel Blut wird bei einer Plasmaspende entnommen?

Bei jeder Plasmapherese werden 650ml, 750ml oder 850ml Plasma entnommen, abhängig vom Körpergewicht. Zusätzlich werden einige Milliliter für die Laboruntersuchungen abgenommen. Die Blutzellen und die Blutplättchen erhält der Spenderwährend des Spendevorgangs zurück.

Welche Blutgruppe ist die Beste?

Welche Blutgruppe ist die Beste?
Da die Verteilung der Blutgruppen in der Bevölkerung unter Spendern und Patienten etwa gleich ist, ist den Blutspendeeinrichtungen jeder Blutspender unabhängig von seiner Blutgruppe sehr willkommen.

Welche Blutbestandteile gibt es und welche Aufgaben übernehmen diese?

Jeden gesunden Erwachsenen durchströmen ca. 5 bis 6 Liter Blut, welches die unterschiedlichsten Aufgaben zu erfüllen hat.
Das Blut ist ständig in Bewegung und täglich wird die vorhandene Blutmenge etwa eintausendmal durch den Körper gepumpt.
Rote Blutkörperchen (Erythrozyten) übernehmen den Sauerstofftransport.
Der durch unsere Lungen aufgenommene lebensnotwendige Sauerstoff wird durch sie zu allen Organen transportiert. Auch der Abtransport des verbrauchten Sauerstoffs, des Kohlendioxids, ist die Aufgabe der roten Blutkörperchen.
Blutplättchen (Thrombozyten) sind die kleinsten, aber sehr wichtige Blutzellen. Sie sind für die Blutgerinnung und Blutstillung verantwortlich. Wunden werden durch die Plättchen verklebt und die Blutung kommt zum Stillstand. 60-70% der Thrombozyten zirkulieren ständig im Blutkreislauf, der Rest befindet sich in der Milz.
Weiße Blutkörperchen (Leukozyten) werden oft als "Gesundheitspolizei" bezeichnet, weil sie in der Lage sind, Bakterien, Viren und andere Krankheitserreger im Körper zu erkennen und abzuwehren. Leukozyten können sich bewegen, weil sie in der Lage sind, ihre Zellgestalt zu verändern. Krankheitserreger werden so umschlossen und anschließend chemisch abgebaut.
Blutplasma besteht zu ca. 90 % aus Wasser, in dem die verschiedensten Inhaltstoffe, wie Traubenzucker, Fette, Eiweiße, Salze, Vitamine, Hormone und Abfallstoffe gelöst sind.
Den im Plasma gelösten Eiweißen und Proteinen kommt eine besondere Bedeutung zu, denn sie sind für vielfältigste Steuerungsfunktionen, zum Beispiel für Blutgerinnung, den Stofftransport oder die Infektionsabwehr verantwortlich.

Wer kann Plasma spenden?

Sie sollten in unserer Einrichtung schon zweimal Vollblut gespendet haben. Sonst gelten für Plasmaspenden die selben Voraussetzungen wie für eine Vollblutspende.

Wie häufig kann man Blut und Plasma spenden?

Der Zeitraum zwischen zwei Blutspenden soll im Regelfall zwischen 10-13 Wochen betragen. (Frauen können alle 13 Wochen, Männer alle 10 Wochen spenden)
Blutplättchen/Thrombozyten und Plasma können in kürzeren Abständen gespendet werden.

Hier die Wartefristen zwischen den Spendearten:

  • Zwischen 2 Vollblutspenden: mind. 10 Wochen für Männer / mind. 13 Wochen für Frauen
  • Zwischen 2 Plasmaspenden: 1 Woche für Männer und Frauen
  • Zwischen Vollblut- und Plasmaspende:  mind. 3-4 Wochen für Männer und Frauen
  • Zwischen Plasma- und Vollblutspende: 1 Woche für Männer und Frauen

Kann man Blut künstlich herstellen?

Blut kann nicht künstlich hergestellt werden !
Die Blutspende ist zur Zeit die einzige Möglichkeit der Blutgewinnung.

Wird mein Blut nach jeder Spende untersucht?

Bei jeder Blutspende werden Blutuntersuchungen durchgeführt.

  • Bei den ersten beiden Blutspenden wird die Blutgruppe bestimmt. Sie erhalten einen Blutspenderausweis, der Ihre Blutgruppe enthält, wenn Sie uns dann erneut zu einer Spende besuchen.
  • Messung von rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin)
  • Blutbild alle 2Jahre
  • Untersuchung auf Infektionen (Hepatitis B, Hepatitis C, HIV und Syphilis)

Wie wird der Blutverlust ausgeglichen?

  • Kreislaufnormalisierung in 30 Minuten
  • Flüssigkeitshaushalt in 24 Stunden
  • Plasmaeiweißersatz in 2 Tagen
  • Eisenverlust in 2 Monaten (bei Frauen auch länger)
  • In der Regel treten durch die Blutentnahme keine erkennbaren Störungen auf.

Was ist ein "Universalspender"?

Im Notfall können Patienten aller Blutgruppen Erythrozytenkonzentrate der Blutgruppe 0 Rh negativ erhalten. Daher werden Spender mit 0 Rh negativem Blut auch als Universalspender bezeichnet.

Warum darf ich nach einer Erkältung nicht sofort Blut spenden?

Nach Erkältungen, Halsschmerzen, Durchfall etc. kann es sein, dass sich noch einige Bakterien in Ihrem Blut befinden. Gelangt solch ein Bakterium beim Spenden in den Blutbeutel, könnte es sich dort vermehren und bei der Übertragung auf einen schon kranken und geschwächten Patienten zu Komplikationen führen.
Deshalb - Füllen Sie bitte den Fragebogen stets sehr gewissenhaft aus! Wenn Sie kurz nach einer Spende einen fieberhaften Infekt bekommen, teilen Sie uns dies bitte telefonisch mit. Einen eventuell mit unserer Einrichtung vereinbarten Plasmaspendetermin bitte auch absagen.

Welche rechtlichen Folgen kann eine falsche Angabe haben?

Eine falsche Angabe des Spenders kann zu schwerwiegenden Folgen für den Blutempfänger führen.
Wer wissentlich unwahre Angaben macht, muss für immer von der Blutspende ausgeschlossen werden, da das Vertrauensverhältnis zerstört ist.
Er trägt außerdem die rechtlichen Konsequenzen, wenn durch Falschangaben eine Schädigung des Empfängers eintritt.

Warum ein vertraulicher Selbstausschluss?

Die Möglichkeit des Selbstausschlusses ist eine weitere Sicherheitsmaßnahme zur Vermeidung der Übertragung ansteckender Krankheiten.
Dies bedeutet, dass die Möglichkeit besteht, vertraulich mitzuteilen, ob das gespendete Blut an andere Menschen weitergegeben werden darf oder nicht.

Wie kann ich trotz Blutspende einen Eisenmangel vermeiden?

Lesen Sie bitte zu diesem Thema unsere ausführliches Informationsblatt.

Kann ich mich bei einer Blutspende selbst mit Krankheitserregern anstecken?

Eine Infektion der Blutspenderin bzw. des Blutspenders mit HIV oder anderen Krankheitserregern durch das Blutspenden ist ausgeschlossen! Es werden nur sterile Einwegmaterialien zur Blutentnahme verwendet, so dass eine Übertragung nicht möglich ist.

Was ist der häufigste Ablehnungsgrund?

Ihr Haemoglobinwert ist zu niedrig. Die Ursache liegt meist an einer zu geringen Eisenaufnahme durch Nahrungsmittel.
Nahrungsmittel, die viel Eisen enthalten oder die Eisenaufnahme fördern sind: Rote Säfte, Rote Beete, Fleisch, Vitamin-C haltige Getränke
Die Eisenaufnahme wird z.B. gehemmt durch: Milch, Schwarzer Tee, Kaffee
Lesen Sie bitte zu diesem Thema unser ausführliches Informationsblatt.


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