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Was machen wir

Aktueller Schwerpunkt unseres Projektes ist die Verbesserung der Sepsis-Diagnosestellung

Die Sepsis ist als Notfall extrem zeitkritisch Eine frühe Diagnosestellung und schnelle Therapie reduziert die Sterblichkeit nachweislich. Wegen der Komplexität des Krankheitsbildes Sepsis, der sehr unspezifischen Symptome und fehlender schneller Diagnoseverfahren wird ein Screening kritisch Kranker auf das Vorhandensein einer Sepsis in den Leitlinien empfohlen. In der klinischen Routine wird jedoch in Deutschland kaum gescreent. Ein wesentlicher Aspekt des QM-Projektes dient der Verbesserung des Screenings um die klinische Diagnose (das klinische Erkennen) möglichst schnell zu stellen und den Patienten früh einer Therapie zuzuführen. Ziel ist die Kompetenz der klinischen Diagnosestellung in allen Bereichen des Klinikum auf ein hohes Niveau zu heben. Der Sepsisdialog arbeitet auch an der Entwicklung automatisierter Screeningtools. Gemeinsam mit Dräger Medical wurde der SmartSonar Sepsis entwickelt https://www.draeger.com/de_de/Hospital/Products/Clinical-Information-Systems/SmartSonar-Sepsis.

Nach der Identifikation der Patienten muss eine mikrobiologische Diagnostik der Infektion erfolgen. Der Goldstandard sind dabei Blutkulturen und Abstriche vom Infektionsherd. Im Rahmen des Projektes haben wird diese Diagnostik optimiert und in die Patientennähe gebracht. Nunmehr steht 24 Sunden tgl. an 7 Tagen in der Woche eine Schnelldiagnostik (Accelerate Pheno System, Accelerate Diagnostics USA; Curetis Unyvero System, Curetis GmbH Deutschland) zur Verfügung, so dass mikrobiologische Ergebnisse innerhalb 1-6 Stunden zur Verfügung stehen (klassische Zeitdauer: 24-48 Stunden). Diese Form der patientennahen Schnelldiagnostik, die rund um die Uhr verfügbar ist, entspricht der einzig adäquaten Diagnostik für einen lebensbedrohlichen Notfall und ist in Greifswald erstmals weltweit verfügbar. Diese Diagnostik ist Voraussetzung für eine schnelle und adäquate Behandlung mit Antiinfektiva und ermöglich zudem eine zu breite kalkuliert Therapie schneller zu deeskalieren und so der Resistenzentwicklung und der Schädigung des menschlichen Mikrobioms vorzubeugen.

Ziel muss es sein, eine derartige Diagnostik flächendeckend zu etablieren, wie es für andere Notfälle (Herzinfarkt, Schlaganfall, Polytrauma) etablierter Standard ist. Unsere praktischen und logistischen Prinzipien sind problemlos auf andere Kliniken übertragbar. Die Einführung wird zu einer deutlichen Verbesserung der Versorgungsqualität bei Sepsis mit einem besseren Patientenoutcome führen