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Simulationstraining

An dem innovativen Simulationstraining, dass sowohl interprofessionelle als auch grenzüberschreitend-kooperative Elemente auf einem anspruchsvollen notfallmedizinischen bilingualen Niveau vereint, nehmen Notfallsanitäter*innen und Rettungsassistent*innen und Rettungssanitäter*innen der beteiligten Projektpartner bzw. ihrer Leistungserbringer teil.

Die viertätige Simulationstrainingseinheit beginnt mit einem einführenden Vortrag zum Thema des grenzüberschreitenden Rettungsdienstes. Viele der Teilnehmenden sind in ihrem beruflichen Alltag bereits mehrmals in Kontakt mit Rettungsdienst oder Krankenhäusern auf der anderen Seite der Grenze gekommen. Daher liegt der Fokus auf den bereits gemachten Erfahrungen, dem rechtlichen Rahmen, der aktuellen Gesetzgebung sowie der Diskussion konkreter Beispiele.

An sogenannten „Skills-stations“ wie Atemwegstrainer, intraossärem Zugang1 demonstrieren sich deutsche und polnische Kolleg*innen gegenseitig die Handhabung, wobei sie die länderspezifische medizinische Grundausstattung vergleichen und trainieren gleichzeitig die Bezeichnungen und Abkürzungen in der Nachbarsprache.

Der erste Tag der Schulung schließt mit einem ersten Simulationsszenario. In den nächsten Tagen werden in zahlreichen unterschiedlichen und sehr anspruchsvollen Szenarien grenzüberschreitende Einsätze trainiert. Die Situationen werden mit Unterstützung von Original-Zubehör und –Material, typischen Einsatzmeldungen und Alarmierungsstrukturen, Einspielen von Umgebungsgeräuschen und –bildern, Einbindung von Personen, die die Angehörigen oder Ersthelfer darstellen, aber vor allem durch die sogenannten „high-fidelity“-Simulatoren sehr realistisch dargestellt. Damit wird sichergestellt, dass die Teilnehmenden das Szenario als reales Einsatzgeschehen empfinden und authentisch handeln.

Den Abschluss jedes Szenarios bildet das sogenannten „Debriefing“. Hier wird mittels besonderer Gesprächs- und Moderationstechniken der Einsatz nachbesprochen. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, das Geschehen aus ihrer Sicht zu schildern und Fragen zu stellen. Gemeinsam mit den Instruktor*innen werden kritische Situationen oder Schlüsselmomente besonders herausgearbeitet und gemeinsam geeignete Handlungsschritte und Entscheidungshilfen für zukünftige Einsätze diskutiert.

Typische Szenarien sind Verkehrs-, Reit- und Badeunfälle, Reanimationen in allen Altersgruppen, Geburten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und respiratorische Notfälle.

Die Teilnehmenden werden dabei von einem*r ärztlichen Instruktor*in, ein bis zwei rettungsdienstlichen Instruktor*innen sowie Technikexperten begleitet und unterstützt.

kacperonsky

1 eine Möglichkeit, in lebensbedrohlichen Situationen Medikamente schnell und zuverlässig in den Knochen spritzen zu können, und so einen Herzstillstand, eine anaphylaktische Reaktion oder schwere Schmerzzustände z.B. nach einem Unfall zügig behandeln zu können