Erkrankungen der Speicheldrüsen
Speichelsteine sind eine der häufi gsten Ursachen für Entzündungen der großen Speicheldrüsen. Sie verursachen Schwellungen und Schmerzen vor allem bei der Nahrungsaufnahme. Zur Therapie stehen neue, minimal-invasive Verfahren zur Verfügung. In der konkreten Therapieplanung müssen jedoch andere Erkrankungen der Drüsen mit ähnlicher Symptomatik (z. B. Tumore, Granulomatosen) ausgeschlossen werden.
Behandlung/ Therapie
Erstes apparatives diagnostisches Verfahren ist bei Speicheldrüsenveränderungen eine Ultraschall-Bilddarstellung. Onkologische Erkrankungen werden ausgeschlossen, bedarfsweise werden ergänzende Verfahren veranlasst und ggf. ein Speichelstein attestiert. Im Rahmen einer anschließenden Endoskopie der Speicheldrüsen-Ausführungsgänge können viele Speichelsteine bereits unmittelbar entfernt und Engstellen im Gangsystem erweitert werden – unter Erhalt einer funktionsfähigen Drüse. In anderen Fällen gelingt das Gleiche mit einer Lithotripsie, d.h. der Zertrümmerung des Steins durch Ultraschallimpulse. Bleiben konservative, minimal-invasive Verfahren ohne Erfolg, dann wird i.S. einer individuellen Therapie-Eskalation eine Operation geplant. Für Tumore der großen Speicheldrüsen besteht in den meisten Fällen eine unmittelbare Operationsindikation. Bei gutartigen Tumoren der Glandula parotis wird neuerdings ebenfalls angestrebt, durch eine zurückhaltende, problemorientierte Operationstechnik das intakte Drüsengewebe weitestgehend zu schonen.
Behandelnde Ärzte
Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten, Kopf- und Halschirurgie
Prof. Dr. Werner HosemannKlinikdirektor
Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten, Kopf- und Halschirurgie
Dr. Silke Kaftan
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